Drittländische Antidumpinguntersuchungen

Drittländer können ebenfalls Antidumpingverfahren gegen in der EU ansässige ausführende Hersteller einleiten. Dabei repräsentieren die Länder, die dieses Instrument häufig nutzen, für EU Hersteller und Ausführer durchaus bedeutende Märkte, wie beispielsweise die USA oder Kanada. Aber auch wichtige Schwellenländer wie Brasilien, Südafrika und Indien bedienen sich intensiv dieses Verfahrens, welches in letzterer Zeit zudem auch verstärkt durch China genutzt wird.

Drittländer-Antidumpingverfahren unterliegen jeweils dem Recht, welches für die untersuchende Behörde gilt. Dies bedeutet z.B., dass eine Antidumpinguntersuchung, welche von der zuständigen brasilianischen Handelsbehörde eingeleitet wird, auch brasilianischem Recht unterliegt. Unterstellt, dass das Drittland ein WTO-Mitgliedstaat ist, bedeutet dies, dass – obwohl viele wesentliche Aspekte der Untersuchung wegen der bindenden Vorgaben des Antidumping-Übereinkommens denen unter EU-Recht ähneln – es auch Unterschiede geben kann, welche von entscheidender Bedeutung sein können. So beispielsweise wenn es um die Festlegung der Dumpingspanne geht. Zudem sehen manche Rechtsordnungen vor, dass der Rechtsvertreter nur ein unter dieser Rechtsordnung zugelassener Anwalt mit einer Niederlassung im räumlichen Geltungsbereich dieses Staates sein kann.

Dank unserer Kooperation mit einer internationalen Großkanzlei sind wir in der Lage, unsere Mandanten auch bei diesen Verfahren zu beraten und zu unterstützen. Denn auch unser Kooperationspartner ist unter anderem im internationalen Handelsrecht spezialisiert und unterhält weltweite Niederlassungen, welche die bedeutensten Rechtssysteme abdecken. Daher können wir unseren Mandanten die Vorteile einer lokalen Kanzlei bieten und gleichzeitig mit den Ressourcen einer Großkanzlei operieren.  

Damit bieten wir unserer Mandantschaft ein komplettes Service-Paket in derartigen Verfahren, welches u.a. beinhaltet:

  • Registrierung
  • Unterstützung bei der Beantwortung des Fragebogens
  • Berechnung der Dumpingspanne, bzw. Klärung der Frage, ob es eine solche gibt
  • Vorbereitung auf Kontrollbesuche sowie Vor-Ort-Unterstützung in solchen Fällen
  • Vertretung vor den Drittlandbehörden
  • Vorbereitung von Preisverpflichtungen, wenn diese angeboten werden
  • Antragstellung und Einlegung von Rechtsmitteln vor lokalen Behörden und Gerichten.